Prinzip des Leadpartners

Gemäß Art. 20 der EFRE-Verordnung wählen die Partner für  jedes Projekt einen Leadpartner aus ihren Reihen. Der Leadpartner trägt vor der Verwaltungsbehörde die Gesamtverantwortung für Organisation, inhaltliche Gestaltung/Durchführung und Finanzierung des Projektes und ist im Rechtsverhältnis einziger Partner der Verwaltungsbehörde.
Er bestimmt die Bedingungen, nach denen das Verhältnis zwischen ihm und den übrigen im Vorhaben eingebundenen Partnern geregelt ist, in Form einer Partnerschaftsvereinbarung.

Hinweis für potentiell Begünstigte

Es besteht die Möglichkeit, Beratungsleistungen zu den Projektvorschlägen in Anspruch zu nehmen, um Anträge auf eine Förderung im Rahmen des Operationellen Programms des Ziels 3 „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ „Grenzübergreifende Zusammenarbeit“ der Länder Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg und der Republik Polen (Wojewodschaft Zachodniopomorskie) 2007-2013 stellen zu können.
Ansprechpartner für Ihre Projektvorschläge finden Sie im Gemeinsamen Technischen Sekretariat (GTS), Tel.: 0049 39754 5290 und in der Regionalen Kontaktstelle INTERREG/ETZ (RKS - Marschallamt der Wojewodschaft Zachodniopomorskie, Abteilung für Internationale Zusammenarbeit), Tel. +48 91 4467210, +48 91 4467115, +48 91 4467211), wobei die Beratung im GTS zweisprachig (auf Deutsch und Polnisch) erfolgt.

Die Beratung im GTS und in der Regionalen Kontaktstelle ist eine Hilfestellung für polnische und deutsche Projektpartner beim Aufbau der projektbezogenen Kooperation sowie bei der Projektvorbereitung. Dadurch können die Projektideen entsprechend den neuen Programmanforderungen des Lead-Partner-Prinzips und des Prinzips der vier Kriterien zur Qualität der grenzübergreifenden Zusammenarbeit entwickelt werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer individuellen Beratung.

Antragstellung

Der Projektantrag muss in zwei Sprachversionen vorbereitet werden: auf Deutsch und auf Polnisch. Wenn der Antrag nur in einer der beiden oder in einer anderen Sprache ausgefüllt wird, hat das seine Ablehnung zur Folge.

Der Antrag wird im Büro des GTS in Löcknitz vom Leadpartner schriftlich und inkl. der Anlagen und in der elektronischer Form (auf einer CD) eingereicht. Es wird ein Original in deutscher und ein Original in polnischer Sprache eingereicht. Die Anlagen zum Antrag werden in polnischer Sprache (im Falle der polnischen Partner) und in deutscher Sprache (im Falle der deutschen Partner) eingereicht.

Es werden nach erfolgter Projektregistrierung zwei Kopien des Antrages in zwei Sprachen verlangt. Die Kopien der Anlagen werden in der jeweiligen Partnersprache eingereicht. Diese Kopien müssen als originalgetreu bestätigt werden.

Projektbewertung

Die Projektbewertung ist ein Verfahren mit mehreren Abschnitten, an dem alle programmumsetzenden Institutionen auf verschiedene Art und Weise beteiligt sind und hat das Ziel, Unterlagen für die Mitglieder des Begleitausschusses für die Bestätigung der Projektanträge vorzubereiten. 

Die inhaltliche (qualitative) Bewertung beruht auf der Prüfung anhand der Projektauswahlkriterien, die der Zielstellung des Programms entsprechen.

Noch vor Votierung der Entscheidungsvorlagen durch den Begleitausschuss erfolgt eine Prüfung der Förderfähigkeit auf der Basis der zur Prüfung vorliegenden Unterlagen.

Der Leadpartner ist verpflichtet, im Rahmen der Projektbewertung auf Anforderung des GTS zusätzliche für eine Bewertung unentbehrliche Informationen beizubringen und zwar unter Berücksichtigung des vom GTS festgelegten Termins.